History

Es war einmal eine Wohnsiedlung in der Raffineriestraße in Wietze...

In den ehemaligen Arbeiter-Wohnblocks der DEA wohnten 5-6 stolze Motorradfahrer. Diese liebten ihre Maschinen über alles und so kam es vor, dass einer dieser Motorradfahrer seine Maschine vor dem Wohnblock zu putzen begann. Ein Zweiter sah dies aus seinem Fenster und meinte, dass sein Baby auch fällig sei. Es dauerte nicht lange und ein Dritter, Vierter etc. gesellte sich dazu. Es wurden Gartenstühle aufgestellt, eine Palette "Aldis Rache" organisiert und so kam es zum ersten geselligen Treffen Wietzer Zweiradfreunde. Dabei sollte es aber nicht bleiben. Man verabredete sich zu gemeinsamen Touren, half sich gegenseitig beim Schrauben und auch die Frauen der Motorradfahrer gesellten sich dazu, so dass die Gemeinschaft schnell auf mehr als 10 Personen anwuchs.

Aus dem Hirngespinst "wenn wir sowieso schon alles zusammen machen, warum gründen wir dann keinen Verein?" wurde schnell ernst. Weitere gemeinsame Ausfahrten und Treffen sollten organisiert werden. Aber wie gründet man einen Verein und was ist alles zu beachten? Beratung und Hilfestellung dazu bekamen die Freunde vom BVdM und es wurde schnell klar, dass eine Vereinsgründung allein aus Gründen der Haftung auf jeden Fall sinnvoll ist.

So gründeten Helmut Seidel und Rolf Böttcher am 01.12.1984 aus dem losen Haufen motorradbegeisterter Wietzer den eingetragenen Verein "Zweiradfreunde Wietze e.V.".

Nun fehlte noch ein Vereinsheim. Der Verein bekam vom Ehepaar von Strombeck ein Gelände von ca. 3.000 m² am Mühlenweg/Teufelsinsel zur Verfügung gestellt auf dem in Eigenleistung ein massives Gebäude errichtet wurde. Damit war nun auch eine wichtige Vorraussetzung geschaffen um eigene Treffen auszurichten.

Aus den regelmäßigen Treffen vorm Block wurden Treffen im Vereinsheim. Kontakte zu anderen Motorradvereinen wurden geknüpft, erwähnt sei hier die noch heute bestehende Freundschaft zu den Zweiradfreunden Norden. Im Sommer 1985 fand dann das erste Motorradtreffen in Wietze statt, was seitdem jährlich ausgerichtet wird.

Der Name "Zweiradfreunde" wurde gewählt, da niemand ausgegrenzt und nicht nur Motorradfahrer angesprochen werden sollten. Vor allem aber Jugendliche 80er- und 125er-Fahrer (die späteren Biker) sollten angesprochen werden und ihren Platz im Verein finden. Zu diesem Zweck wurde eigens ein Jugendwart eingesetzt. Leider ging das Konzept nicht auf. Bei Ausfahrten kam es immer wieder zu Differenzen wegen mangelnder Höchstgeschwindigkeit der 80er und 125er. Zu Treffen wurde daraufhin getrennt gefahren. Natürlich so abgesprochen, dass man möglichst vollständig und gemeinsam ankam. Doch trotz allem fühlten sich die "Kleinen" spätestens beim Treffen ausgegrenzt und so schlief die "Jugendsparte" ein.

Seit der Nutzungsänderung des Geländes Mühlenweg/Teufelsinsel im Jahre 1993 gibt es das Vereinsheim leider nicht mehr. Aus wirtschaftlichen Gründen wurde in den Folgejahren zunächst kein neues Objekt angemietet. Die regelmäßigen Versammlungen fanden seither auf dem Grundstück des derzeitigen Vorsitzenden in einem eigens dafür hergerichteten Raum statt. Für das jährliche Motorradtreffen und die Hauptversammlungen wurden bis Anfang 2007 Gebäude und Gelände des Hundevereins für die jeweilige Dauer angemietet.

Seit April 2007 nennen wir ein ehemaliges Werkstattgebäude in der Industriestraße unser neues Vereinsheim.

Der Verein blickt auf eine bewegte über 30-jährige Geschichte zurück und sieht einer vielversprechenden Zukunft entgegen.

... und weil sie nicht gestorben sind, fahren sie noch heute.

Die LINKE zu Gruß!